Historie FC Weiberg 1925 - 1973

Die Vereinsgeschichte des FC 25 Grün-Weiß Weiberg

 
Die Tradition des Fußballsports in Weiberg ragt weit über das Datum der Wiedergründung am 1. Dezember 1974 hinaus. Bereits im Jahre 1925 wurde erstmalig der Fußballclub Grün-Weiß Weiberg gegründet. Ein regelmäßiger Spielbetrieb nach heutigen Vorstellungen war im Jahr 1925 und in den Jahren danach allerdings nicht möglich. Die Hin- und Rückfahrten zu den Auswärtsspielen gestalteten sich wegen fehlender oder unzureichender Verkehrsmittel recht schwierig.

So nahmen die Fußballer damals die Strapazen auf sich äußerst kraftaufwendig auf "Schusters Rappen" oder mit Fahrrädern an- und abzureisen. Auch das Material war rar; oft mussten Bälle geflickt und repariert werden. In den Gründungsjahren, in denen sich Wilhelm Schlüter als Förderer sehr verdient gemacht hatte, spielten u.a. Fritz Neesen (Hegensdorf) als Torwart, Johannes Bunse, Anton Salmen, Anton Glahe, Anton Müntefering, Leo Gerber, Heinrich Wieseler, Johannes Wieseler, Anton Rose, Meinolf Elend, Johannes Henneke und Johannes Knust.

Der leider 1999 verstorbene Vereinssenior und frühere Vereinswirt Willi Decker erinnert sich noch daran, dass das erste Fußballspiel des FC 25 Weiberg gegen Alme mit 18:0 verloren ging und der damalige Volksschullehrer Gerber die Spieler am Wasserberg wutentbrannt in Empfang nahm und dem damals 17-jährigen Johannes Bunse die Fußballschuhe wegnahm, weil dieser als Jugendlicher mitgespielt hatte.

Sportplätze waren in früherer Zeit u.a. auf Bohlen (Schlüters) Land (heutige Boomsiedlung), im Bereich von Henken (Schreckenberg), auf der damaligen Schäferweide von Heinrich Löckener an der Bürener Straße, in der Feldflur "Birken" (an der Linde in Richtung Volbrexen, dem sog. 2. Birkerweg), hinter der Schützenhalle und auf Kors Kamp (nach der Überlieferung "Mäuseplatz genannt, weil auf dem damaligen Kleeland in einem Erntejahr viele Mäuse beobachtet wurden).

Nach Unterbrechungen, insbesonder nach den Wirren des 2. Weltkrieges, wurde in Weiberg wieder Fußballsport betrieben. Die ersten Spiele nach dem Krieg wurden gegen Soldatenmannschaften, die Fichten für die Engländer aus dem Ringelsteiner Wald schlagen mussten, ausgetragen. In diesen Jahren spielten u.a. Johannes Wieseler, Bernhard Luis, Robert Wördehoff, Anton Schreckenberg, Albert Henneke, Josef Stelte, Willi Wördehoff, Josef Wieseler, Gerhard Wieseler, Herbert Scholtischek (als Torwart), Johannes Luis, Hubert Rose, Johannes Münster, Reinhold Hoffmann sowie Johannes Buns, Hubert Hüser und Heinrich Berg.

Den Stoff für die Trikots bildete zunächst weiße Fallschirmseide aus dem Krieg; nach den Ausführungen von Zeitzeugen soll die erste Garnitur aus schwarzen Hosen und weißen Trikots bestanden haben. Oftmals wurden die Fußballschuhe durch Schwarzmarktgeschäfte ("Hamster"-Heinrich) im Ruhrgebiet besorgt. Später bestanden das Trikot, das in Siddinghausen von einer Schneiderin gefertigt wurde, aus blau-grauer Wolle und ab 1948 (nach der Währungsreform) wurden rot-weiße Trikots gekauft. Während der Nachkriegszeit war die Kameradschaft untereinander groß: So übernahmen Freunde wichtige Feldarbeiten für die Fußballspieler. Der aus den Ostgebieten stammende Torwart Herbert Schlotischek, der auf Volbrexen lebte, wurde in Weiberg nach dem Spiel verköstigt. Zwei LKW's, die bei Reparationsleistungen, die durch deutsche Häftlinge (auf "Kaisers Saal" untergebracht) für die Waldarbeit benutzt wurden, konnten als Transportmittel für die Spieler und Fans (ca. 10-15 Personen) benutzt werden oder der Vereinswirt Willi Decker munterte die Mannschaft nach Niederlagen auf und bot eine Zigarello an. Albert Henneke spielte am Sonntagabend Harmonika, es wurde gesungen und getanzt. Zu Polterabenden ging man geschlossen, es wurden 50 l Freibier durch eine Umlage unter den Spielern gegeben. Das Bier wurde zu diesen Anlässen aus "Stiefeln" getrunken.

Zu erwähnen ist, dass Anton Schreckenberg 1946 in dei BezirksJugendauswahl berufen wurde. Er erinnert sich: "In Bielefeld haben wir ein Spiel auf dem Arminiaplatz ausgetragen. Die uns zugeteilten Trikots hatten schon Rückennummern." Ferner spielte Anton Schreckenberg zusammen mit Johannes Luis 1947 in der KreisJugendauswahl.

In der Nachkriegszeit konnte ein Sportfest nur gefeiert werden, nachdem zuvor alle Spieler zu Aufräumarbeiten in der Schützenhalle angetreten waren. Bei dieser Aktion mussten auch Munitionshülsen aus dem Krieg zur Steinkuhle gebracht werden.

Für die Spielzeit wurde der Platz neu eingemessen, die Holztore aufgestellt und der Zuschauerraum, wenn nötig, neu gezogen, indem Aktive Eichenpfähle aus dem Wald besorgten. Auswärtsspiele bekamen ihre besondere Note: So waren die Spieler aufgrund der Kohlasche auf dem Siddinghäuser Platz immer scharz wie ein Mohr, oder sie mussten nach einem Sieg in Brenken (3:1) fliehen und wurden sogar mit Steinen beworfen. In großes Staunen gerieten die gegnerischen Mannschaften und Zuschauer, als seinerzeit Fuhrunternehmer Wieseler für die Hin- und Rückfahrten der Weiberger Fußballer seinen Lastkraftwagen mit Holzvergaser zur Verfügung stellte. Nach einem Auswärtsspiel musste der Transporter aufgrund eines Schadens im Kirchental von den "ausgelaugten" Fußballspielern geschoben werden.

Damals richtete sich die Anstoßzeit noch nach der Kirche: Dem damaligen Vorsitzenden Josef Salmen, der 1948 die erste Bäckerei in Weiberg eröffnet hatte und dem Vorstandmitglied Bernhard Luis oblag die Aufgabe, mit Pfarrer König ein Gespräch über die Voreverlegung der sonntäglichen Andacht um 1/2 Stunde zu führen. Pastor König bestand jedoch darauf, dass die Andacht um 14.30 Uhr stattzufinden habe; trotzdem wurde gespielt. Darufhin beschwerte sich der Geistliche bei den Müttern, sodass Spiele - nach längere Diskussion - zeitlich verschoben wurden.

Das Vereinslokal befand sich bei Deckers und es gab auch einen Schrank, in dem sich alle Dokumente - auch die des Musikvereins - aufbewahrt wurden. Aber irgendwann verschwanden auf unerklärliche Weise alle Unterlagen. Der höchste Erfolg in der Nachkriegszeit war die Teilnahme am Endspiel im Kreispokal in Wewelsburg. Das Spiel gegen Scharmede ging 3:1 verloren.

Bemerkenswert ist auch, dass es in den Jahren 1946-1946 eine Damen-Handball-Mannschaft gab, die zunächst von H. Schimmelpfennig und anschließend von Rudi Koch betreut wurde. Viele Zuschauer begleiteten die Damen zu den Auswärtsspielen, zu denen man - wie nach Siddinghausen - auch mit dem Zug von Ringelstein aus anreiste. In der Nachkriegszeit existierte zunächst vorübergehend eine Mannschaft unter der Bezeichnung "Rot-Weiß Weiberg". Initiator dafür, dass wieder Fußball gespielt wurde, war Johannes Wieseler. Er fungierte auch als Spielführer.

Eine echte Vereinsstruktur war zunächst noch nicht vorhanden. Aber schon bald formierte sich wieder ein Verein. Nach der Überleiferung waren in der Nachkriegszeit bis zur Einstellung des Spielbetriebs um 1951(52 Franz Borghoff, Willi Hesse und Josef Salmen (2. Vorsitzender) Bernhard Luis) Vereinsvorsitzende. Bruno Gabel het sich seinerzeit als Schriftführer im Vereinsvorstand verdient gemacht. Er war auch im Kreissportverband (Jugendarbeit) tätig. 1957 wurde die DJK Weiberg gegründet. Die Mannschaft, zu der auch Harther Fußballer gehörten, spielte wieder in grün-weißen Trikots. Allerdings gab es Probleme mit der Aufnahme der "DJK" in den Westdeutschen Fußballverband. Daher wurde 1959 die Vereinsbezeichnung geändert. Der FC 25 wurde als Spielgemeinschaft mit Harth in den organisierten Westdeutschen Fußballverband aufgenommen und nahm bis ca. 1961 am regelmäßigen Spielbetrieb teil. Der Harther Sportplatz an der Kreisstraße 35 war zuletzt bis zur Einstellung des Spielbetriebs Anfang der 60-er Jahre Austragungsort der Heimspiele, Da kein Sportfest durchgeführt werden konnte, waren die Einnahmen äußerst gering. Die DJK hatte weite Fahrten und starke Gegner. So musste auswärts in Lippstadt, Eikeloh, Bokel oder Rheda-Wiedenbrück angetreten werden. Die höchste Niederlage gab es dann auch mit 1:15 gegen Teutonin Lippstadt. Um Geld für die Trikots zu haben, wurde bei "Kaisers" im Saal (Gaststätte "Ludewig") Theater von den Spielern und ihren Freundinnen gespielt. Einstudiert wurden die einzelnen Stücke unter der Leitung von Johannes Münster, der während der Aufführungen auch als Souffleur fungierte. Zu der Premiere wurde auch die örtliche Geistlichkeit eingeladen.

Nach der Rückkehr in den "Westdeutschen Fußballverband" (1959/60) - zusammen mit Harth - konnte man den ersten Pokalsieg im Pokaltunier 1960 in Weine feiern. Man gewann haushoch (7:0) gegen die zuvor eindeutig favorisierten Siddinghäuser. So musste die mit dem vermeintlichen Sieger Siddinghausen versehene Urkunde neu erstellt und nachträglich übergeben werden. Irgendwann verschwand dann montags der Pokal, nachdem er entsprechend und ausgiebig begossen wurde, aus dem Vereinslokal "Jägerhof" und tauchte erst mittwochs wieder auf. Die letzten großen Erfolge errang der GW Weiber 1960 im Endspiel gegen Holtheim beim Pokaltunier in Hegensdorf und ein Jahr später in Brenken, Vereinsvorsitzender war damals Alfons Luckey, sein Vorgänger Bernhard Borghoff. Kurze Zeit nach dem Sieg in Brenken fanden immer weniger Spiele statt, da Spieler nach Büren wechselten oder nach Strietigkeiten ausschieden. Als dann der aktive Spielbetrieb in Weiberg eingestellt wurde, spielten einige der verbliebenen Aktiven in Hegensdorf weiter.

In der Zeit danach - weit über ein Jahrzehnt lang - ruhte der Fußballsport in Weiberg.

Historie FC Weiberg 1975 - 2000

Die Freude und Resonanz war groß, als am 1. Dezember 1974 auf Initiative der damaligen Thekenmannschaft des "Jägerhofes" die Wiedergründung des FC 25 Grün-Weiß Weiberg beschlossen war und eine erfolgreiche Entwicklung des Fußballsports begann. Der erste neu gewählte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Johannes Wieseler 2. Vorsitzender: Walter Götte Kassierer: Werner Müller Geschäftsführer: Eckhart Pfeiffer Nach offizieller Bestätigung der Aufnahme in den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen am 20. Mai 1975 nahm die 1. Seniorenmannschaft am 1.6.1975 den Spielbetrieb auf. Die ersten Fußballspiele mit Heimrecht wurden auf dem Aschenplatz beim Hallenbad in Büren ausgetragen. Landwirt Ferdi Hardes stellte übergangsweise für einen provisorischen Sportplatz eine geeignete Wiese an der Kreisstraße in Richtung Hegensdorf zur Verfügung. Eines scheint noch besonders erwähnenswert: Die ersten Trainingseinheiten unserer I. Mannschaft wurden nicht von einem Trainer, sondern von einer Frau geleitet: von Kläre Piel aus Büren, der langjährigen Übungsleiterin der Weiberger Turnfrauen. Ab Juli 1975 nahm Meinolf Glahe seine Tätigkeit als Spielertrainer auf. Am 13.12.1975 wurde der damalige Ortsvorsteher Albert Götte, der den Verein in den Anfangsjahren nach der Wiedergründung in besonderer Weise in seiner Eigenschaft als Bürener Ratsherr förderte und einige Zeit sogar seine Aufwandsentschädigung dem Sportverein für dessen Aufbauarbeit zur Verfügung stellte, zum Ehrenmitglied ernannt. 1976 verpachtete Landwirt Willi Happe dankenswerterweise seine Ländereien an der Kreisstraße nach Hegensdorf an die Stadt Büren. Der Sportverein errichtete in Eigenleistung die Sportanlage „Am Maibaum“, die feierlich am 17. und 18. Juli 1976 eingeweiht wurde. Neben der 1. Seniorenmannschaft spielten nun Alte Herren sowie A-, C- und D- Jugendmannschaften beim FC 25. 1976 errang die 1. Seniorenmannschaft bereits den für sie ersten Pokalsieg beim Pokalturnier in Harth. 1977 wurde dann die 1. Seniorenmannschaft Meister in der Kreisliga C und stieg damit in die nächsthöhere Spielklasse auf. 1978 errang die A-Jugend unter Trainer Ulrich Wieseler die Meisterschaft und stieg in die Sonderklasse auf. 1979 konnte die 1. Seniorenmannschaft Vize-Meister in der Kreisliga B werden. Ein Jahr später errang die C-Jugend in ihrer Gruppe die Meisterschaft. 1980 trat Walter Götte, der in der Phase nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs Pionierarbeit geleistet hatte, als 2. Vorsitzender zurück, sein Nachfolger wurde Ferdi Schlüter. Leider stieg in diesem Jahr die A-Jugend wieder aus der Sonderklasse ab. 1982 erfolgte der Wiederaufstieg der A-Jugend in die Sonderklasse nach Erringung der Meisterschaft in der A-Klasse; die 1. Seniorenmannschaft wurde wiederum Vize-Meister. Die 1. Seniorenmannschaft wurde 1982 Meister der B - Kreisklasse und stieg in die A- Kreisklasse auf; auch die A-Jugend wurde Vize-Meister in der Sonderklasse und schaffte damit den Aufstieg zur Leistungsklasse. Die 1. Seniorenmannschaft errang in diesem Jahr auch erstmalig die „Fußball-Stadtmeisterschaft“. 1982 nahm der FC 25 Weiberg im Rahmen der Städtepartnerschaft an einer Fahrt nach Kortemark (Belgien) teil. 1982 stieg - wie bereits erwähnt - die 1. Seniorenmannschaft in die Kreisliga A auf. Angespornt durch diesen Erfolg wurde eine 2. Seniorenmannschaft gebildet, die ihren Spielbetrieb mit Beginn der Saison 1982/83 aufnahm. Trainer Gerhard Hüser oblag die schwierige Aufgabe die Mannschaft personell zusammen zu stellen. Er musste Aktive, die unmittelbar aus dem Jugendkader kamen und Spieler, die schon mehrere Jahre nicht mehr aktiv waren, integrieren und zu einer Mannschaft aufbauen. Im Sommer 1982 konnten die noch fehlenden Umkleide-/Duschräume in Betrieb genommen werden, die im Anschluss an die Schützenhalle errichtet worden waren. Vorher wurden Duschen im Vereinslokal Decker genutzt, die der Vereinswirt kostenlos zur Verfügung stellte. Die Jahre 1977 und 1982 mit den Aufstiegen in die B- bzw. A- Kreisliga sowie 1985 der Aufstieg der 2. Mannschaft in die Kreisliga B können als sportliche Höhepunkte der jüngeren Vereinsgeschichte eingestuft werden. 1984 belegte der FC Weiberg mit Carlo Münster, Helmut Busch und Albert Sprenger im Rahmen der Sportwerbewoche des SV 21 Büren im Torwandschießen einen beachtlichen 2. Platz. Die örtlichen Medien berichteten ausführlich darüber. 1985 wurde die II. Seniorenmannschaft Meister der C- Kreisklasse. Sie stieg in - wie schon erwähnt - die Kreisliga B auf. Im gleichen Jahr wurde die 1. Seniorenmannschaft zum 2. Mal „Fußball-Stadtmeister“. 1986 trat Johannes Wieseler trat als 1. Vorsitzender zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Rainer Elend gewählt. Werner Müller übergab das Amt des Kassierers an Heinz Götte. Jugendobmann wurde Ulrich Wieseler. Neuer Trainer wurde Toni Gerken, der den Erfolgstrainer Meinolf Glahe nach mehr als 10-jähriger Tätigkeit für den FC Weiberg ablöste. 1985 führte der FC 25 Weiberg zum 10-jährigen Jubiläum vom 27.7. - 4.8. eine Sportwerbewoche durch. Auch im Jahr 1987 gelang ein beachtlicher Erfolg. Die 1. Mannschaft erreichte im Westfalenpokal die I. Runde auf Landesebene. Sie musste gegen den Oberligisten und Vize-Westfalenmeister SC Verl antreten. Vor über 400 Zuschauern trotzte der FC 25 dem Oberligsten aus Verl bis zur Halbzeit ein 0:0 unentschieden ab. Der SC Verl konnte jedoch in der 2. Halbzeit von seiner Routine und Kondition profitieren und gewann mit 6:0. Ferner errang die I. Mannschaft 1987 in der Kreisliga A die Vize-Meisterschaft und sie wurde Vize-Stadtmeister. Bis zum letzten Spieltag der Saison 1986/87 kämpfte die 1. Seniorenmannschaft um den Aufstieg in die Bezirksklasse. Nachdem sie Herbstmeister der Kreisliga A geworden war, belegte sie am Ende der Saison mit nur 1 Punkt Rückstand den 2. Platz. Die Entscheidung um den Aufstieg fiel im letzten Saisonspiel. 1988 überreichte KreisJugendobmann Fritz Mollemeier Jugendtrainer und Geschäftsführer Eckhart Pfeiffer das „Goldene Jugendleiter-Ehrenabzeichen“. Toni Gerken beendete im Juni 1988 seine Trainertätigkeit. Meinolf Glahe stand als Interimstrainer erneut für 1 Jahr zur Verfügung. Bei den Vorstandswahlen 1989 trat Heinz Götte als Kassierer zurück; sein Nachfolger wurde Antonius Stimpel. Dieter Bolley wurde ab der Saison 1989/90 neuer Trainer (Spielertrainer) der 2. Seniorenmannschaft. Gerald Hoffmann wurde Trainer der 1. Seniorenmannschaft. Nach seiner Tätigkeit konnte Hans-Josef Puls aus Atteln verpflichtet werden, der jedoch nach kurzer Zeit (März 1991) von Ulrich Wieseler abgelöst wurde. Zu erwähnen ist, dass Kreisschiedsrichter-Obmann Wilfried Wulf beim Weiberger Sportfest 1990 den von ihm erstmals gestifteten Fairnesspokal (= fairste Fußballmannschaft im Sportkreis Büren) der 1. Weiberger Mannschaft zuerkannt hat. Spielführer Hans-Dieter Hüser nahm den Pokal in Empfang. Bei den Vorstandswahlen 1992 trat der 2. Vorsitzende Ferdi Schlüter zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Hans Trilling gewählt. Werner Stimpel wurde offiziell Jugendobmann. Nach Abschluss der Saison stieg die 1. Seniorenmannschaft in die Kreisliga B ab. Nach mehrjährigen Bemühungen des damaligen Vereinsvorstandes und den entsprechenden kommunalpolitischen Aktivitäten des Ortsvorstehers Werner Müller wurde 1992 anstelle des alten Holzgebäudes, an dem die Witterung schon lange deutliche Spuren hinterlassen hatte und das nicht mehr reparabel war, mit der Errichtung des neuen Vereins- und Sportheimes begonnen. Zunächst wurde am 4. November 1992 die alte Holztribune abgerissen und mit der Verwirklichung des Bauvorhabens begonnen. Der Abriss des alten Holzgebäudes - liebevoll „Holzbaracke“ genannt - bewirkte bei vielen etwas „Wehmut“. Kurz nach Wiedergründung des Sportvereins stand wenig Geld zur Verfügung. Der Vorstand überlegte, wie mit wenig Finanzaufwand Unterstellmöglichkeiten für die Zuschauer und Zuschauerinnen sowie ein Mannschaftsraum geschaffen werden könnten. Horst Schnurbusch vermittelte Kontakte zur Fa. Sabisch in Uelde (Kreis Soest), einem Unternehmen im holzverarbeitenden Gewerbe. Durch die verwandtschaftliche Verbindung zwischen Horst Schnurbusch und dem Chef der erwähnten Firma gelang es außerordentlich kostengünstig das erforderliche Holzmaterial zu erhalten. Es wurde mit dem LKW des Vereinsvorsitzenden Johannes Wieseler abgeholt. Das alte Holzgebäude war in kurzer Zeit in Eigenleistung errichtet. Ca. 15 Jahre hatte die „Holzbaracke“, insbesondere bei Sturm und regen ihren Zweck erfüllt. Interessant waren die Halbzeitpausen; die Zuschauer konnten die „Standpauken“ des Trainers infolge der nicht schallgedämpften Wände mitverfolgen. Während der kalten Jahreszeiten wurde der Mannschaftsraum mit einem alten Ölofen beheizt. Gemütlich und besonders beliebt war immer die „3. Halbzeit“, zu der sich die Fußballer - insbesondere die Alten Herren - im Mannschaftsraum der „Holzbaracke“ zusammenfanden. Insgesamt 94 freiwillige Helfer hatten in 3.357 Gesamtstunden Eigenleistung dazu beigetragen, dass das neue Sportheim fertiggestellt und am 7. August 1994 eingeweiht wurde. 1994 konnte Berthold Schmidt aus Wünnenberg als neuer Trainer der 1. Seniorenmannschaft verpflichtet werden. Im März 1995 übernahmen nach dem Weggang von Berthold Schmidt für einen Monat die aktiven Spieler Jürgen Müller und Markus Günther das Training. Hans-Dieter Hüser fungierte von April 1995 bis Juli 1997 als Trainer. Ab August 1997 nimmt Helmut Busch das Amt des Trainers erfolgreich wahr. Im Vorstand des Vereins vollzog sich im Mai 1995 ein Führungswechsel. Die Positionen des 1. und 2. Vorsitzenden, des Kassierers und des Jugendobmannes waren neu zu besetzen, da Rainer Elend, Hans Trilling, Antonius Stimpel und Werner Stimpel nicht wieder kandidierten. Außerdem musste für den plötzlich und unerwartet verstorbenen Geschäftsführer Eckhart Pfeiffer ein Nachfolger gefunden werden. 1. Vorsitzender wurde Heinz Trilling, 2. Vorsitzender Franz-Josef Berg, Geschäftsführer Reinhard Herbst, Kassierer Albert Münster und Jugendobmann Ulrich Wieseler. Während der Generalversammlung des FC 25 Weiberg am 19. Mai 1995 wurden vom Kreisvorsitzenden Fritz Mollemeier Verdienstorden „für langjährige Verdienste um den Sport in Westfalen“ verliehen. Die Verdienstnadel in Gold (30 J.), die für den einen Monat zuvor plötzlich und unerwartet verstorbenen Eckhart Pfeiffer vorgesehen war, wurde seiner Ehefrau Klara übergeben. Antonius Stimpel und Ulrich Wieseler wurden mit der Verdienstnadel in Silber (20 J.) ausgezeichnet. 1996 erhielt Antonius Stimpel in Anerkennung der besonderen Verdienste für den Sport in der Stadt Büren die Ehrenurkunde der Stadt Büren und die „Goldene Ehrennadel“ des Stadtsportverbandes Büren e.V. 1998 übernahm dann Franz-Josef Berg das Amt des 1. Vorsitzenden. 2. Vorsitzender wurde Gisbert Henneböhle aus Barkhausen. Der Aufstieg der 1. Mannschaft des Fc 25 Weiberg in die Kreisliga A, der bereits Mitte Mai perfekt war, kann als sportliches Jighlight im Jubiläumsjahr 2000 bezeichnet werden. Der Veranstaltungsreigen im Jubiläumsjahr des FC 25 GW Weiberg begann mit einer Sportlerehrung des Stadtsportverbandes Büren am 20. Februar 2000 in der Weiberger Schützenhalle. Eine hohe Auszeichnung erfuhr Rainer Elend. Das Westfälische Volksblatt berichtete über die Sportlerehrung des SSV wie folgt: Stadtsportverband Büren zeichnet in Weiberg erfolgreiche Aktive aus Hohe Auszeichnung für „Schiri“ Rainer Elend Büren/Weiberg (eb). Die Ehrung erfolgreicher Sportler durch den Stadtsportverband Büren gehört sicherlich zu den herausragenden Veranstaltungen im Jahreszyklus. Auch in diesem Jahr hatte der Stadtsportverband Büren (SSV) mit Edgar Blasek an der Spitze wieder mehr als 100 Aktive aus dem Stadtgebiet eingeladen. Über eine ganz besondere Auszeichnung, die Ehrenurkunde der Stadt Büren, freute sich dabei Rainer Elend vom FC Grün-Weiß Weiberg. Der FC Weiberg, der in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiert, hatte nicht nur die Räume für die Sportlerehrung hergerichtet, sondern auch ein gelungenes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Und auch für den Stadtsportverband hatte die Veranstaltung etwas Besonderes: Der Verband blickt in diesem Jahr auf sein 25-jähriges Bestehen zurück. Aus den Händen des SSV- Vorsitzenden Edgar Blasek und des Bürgermeisters Wolfgang Runge erhielt Rainer Elend die Ehrenurkunde der Stadt Büren und die Goldene Ehrennadel des Stadtsportverbandes. Verband und Stadt würdigten damit die besonderen Verdienste, die sich der 55-jährige Weiberger für den Sport in der Stadt Büren erworben hat. Im Jahr 1974 gehörte Rainer Elend zu den Weibergern, die den heimischen Sportverein, den FC Grün-Weiß, wieder ins Leben riefen. Mehr durch Zufall wurde er ein Jahr darauf zum Fußballschiedsrichter. Diese Aufgabe bereitete ihm dann aber solche Freude, dass er noch heute, also seit 25 Jahren, aktiver Schiedsrichter ist. Doch damit nicht genug: Von 1975 bis 1978 war der weit über die Grenzen des Stadtgebiets hinaus bekannte Sportsfreund als Betreuer verschiedener Jugendmannschaften im Einsatz. Nach Beendigung seiner fußballerischen Laufbahn im Jahr 1978 wurde Rainer Elend Obmann der Altherren-Mannschaft und war bis 1981 Jugendwart im SSV. Von 1986 bis 1995 leitete Elend als Vorsitzender die Geschicke des FC Weiberg. In seiner Zeit als Vorsitzender wurde das neue Sportheim gebaut und eingeweiht. Ebenfalls in seiner Amtszeit wurde die Tischtennisgruppe ins Leben gerufen, und der Freizeit- und Breitensport wurde in dem bis dahin „Nur-Fußballverein“ vereinsfähig. Neben seiner Arbeit im Sportverein ist Rainer Elend auch im Schützenverein und Kirchenvorstand tätig. Sein Hobby ist das Segeln und Bootfahren, er hat beide Sportbootführerscheine und ist Mitglied im Paderborner Yachtclub. In seinem Grußwort im Rahmen der Sportlerehrung erinnerte SSV-Vorsitzender Edgar Blasek daran, dass das 25-jährige Bestehen des Verbandes in erster Linie auf die Gebietsreform vor 25 Jahren zurückzuführen sei. Als Nachfolger des Kreissportbundes Büren hat sich die Vereinigung der Sportvereine in der Stadt Büren inzwischen längst etabliert. „Es war damals richtig, einen SSV zu gründen“, sagte Blasek, denn der „Sportverband vor Ort hat Kräfte freigesetzt und gebündelt. Es konnten viele gemeinsame Ziele erreicht werden. Das wäre durch Einzelinitiative nur schwer möglich gewesen.“ „8.694 Personen bilden im Dachverband der Sportvereine des Stadtgebiets eine beeindruckende Zahl“, sagte Bürgermeister Wolfgang Runge in seiner Festrede. Eingegliedert sind sie in 32 Mitgliedsvereine, und ihnen stehen 51 öffentliche Sportanlagen im Stadtgebiet zur Verfügung. Applaus erntete Runge für die Mitteilung, dass die Stadt Büren auch in Zukunft alles daran setzen werde, den Rotstift nicht bei der Sportförderung anzusetzen. „Im Gegenteil“, so Runge weiter, habe man sogar die Mittel für die Jugendförderung erhöhen können. Die Goldmedaille erhielten während der Stadtsportlerehrung die Schießsportmannschaft des BSV Büren mit Jens Bork, Reinhold Lichte, Veith Huber, Manfred Stimpel, Hans-Jürgen Köhne, Norbert Prüß und Thomas Wiehe. ... Nach der Sportlerehrung des Stadtsportverbandes Büren werden im Jubiläumsjahr des FC 25 GW Weiberg weitere Highlights geboten: Die Fußball-Stadtmeisterschaft der Senioren im Rahmen einer Sportwerbewoche, Jubelturnier zum Abschluss der Sportwerbewoche vom 31.7.-6.8.2000 mit den Landesligisten Overhagen, SW Suttrop und SC Paderborn II sowie Bezirksligist SV Steinhausen. Das Werbespiel bestreiten Verbandsligist DJK Mastbruch gegen eine Auswahlmannschaft des FC 25 Weiberg und der benachbarten Sportvereine. Meinolf Glahe wird die Auswahlmannschaft zusammenstellen und betreuen, Jubelfest am 30. September in der Schützenhalle Als „Väter“ der sportlichen Erfolge, als diejenigen, die den Grundstein dafür gelegt haben, sind drei Herren namentlich zu benennen - ohne damit die qualifizierte Arbeit und die Leistung anderer schmälern zu wollen: Eckhart Pfeiffer (+), der als langjähriger Jugendtrainer mit seinem Können und seiner Erfahrung kontinuierlich Jugendliche zu guten Fußballern heranbildete und Meinolf Glahe, dem es gelang, schnell eine gute Seniorenmannschaft zu formieren und in relativ kurzer Zeit den Aufstieg von der Kreisliga C über die Kreisliga B in die Kreisliga A zu erreichen. Dass es Meinolf Glahe gelang ständig Spieler aus der A-Jugend in die I. Seniorenmannschaft zu integrieren, sie zu motivieren und mit der Mannschaft großartige Erfolge zu erringen, hat auch überörtlich Beachtung und Anerkennung gefunden. Auch darf nicht unerwähnt bleibt, dass der Sportverein dem inzwischen verstorbenen Ehrenvorsitzenden Johannes Wieseler, der das Amt des Vorsitzenden von der Wiedergründung im Jahre 1974 bis 1986 innehatte, aufgrund seiner Pionierarbeit zu großem Dank verpflichtet ist. Auf sein Bestreben hin wurde dem Verein das Grundstück für die Sportanlage „Am Maibaum“ von der Stadt Büren zur Verfügung gestellt, der Sportplatz in Eigenleistung geschaffen und die ehemalige Zuschauertribüne, die viele Jahre nützlich war, gebaut.

Historie FC Weiberg 2001 - 2010

Historie FC Weiberg 2003-2007
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